KulturschutzCamp

Das KulturschutzCamp entstand im Frühjahr 2012, um gegen den Kulturabbau und die Streichung von 79 Stellen am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin zu protestieren.

 

Am 12. März errichteten einige Mitstreiter von Echte Demokratie Jetzt! Schwerin ein KulturschutzCamp an der Siegessäule am Alten Garten, um einen Monat lang für den Erhalt der Orchester- und Theaterlandschaft in Mecklenburg/Vorpommern zu demonstrieren. Schnell wuchs das Protestcamp auf bis zu 40 Zelte an. In den vier Wochen seines Bestehens wurde das KuturschutzCamps zu einem Ort der gelebten Demokratie, des Gemeinschaftsgefühls und des Zusammenhalts. Die Protestaktionen und Veranstaltungen, die wir durchführten, aber auch das gemeinsame Kochen oder Musizieren abends am Lagerfeuer direkt vorm Schweriner Schloss, sind für uns KulturschutzCamper zu unvergesslichen Erlebnissen geworden.

 

Zwar ist es uns gemeinsam, den Bürgern Schwerins, den Kulturschützern und den KulturschutzCampern, gelungen die Streichung der 79 Stellen abzuwenden, jedoch beauftragte die Landesregierung Anfang 2012 die Firma Metronom verschiedene Theaterkonzepte vorzulegen. Die sieben erarbeiteten und vorliegenden Konzepte werden den Kulturabbau weiter vorantreiben.

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SVZ Artikel zur Theaterstruktur

 

Kabinett billigt Reformkonzept für Staatstheater

13. August 2013 | 22:02 Uhr

Das Land hat seine Bereitschaft erklärt, im Jahr 2016 als Gesellschafter bei einem zu gründenden "Staatstheater Mecklenburg" einzusteigen. Dieses Theater soll aus dem bisherigen Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin und dem Mecklenburgischen Landestheater Parchim gebildet werden. Darauf hat sich das Kabinett gestern in Schwerin verständigt und eine entsprechende Vorlage (wir berichteten) beschlossen. Wie Bildungsminister Mathias Brodkorb (SPD) mitteilte, stellt das Land Bedingungen für sein Engagement. So muss das Schweriner Staatstheater u.a. 30 Stellen bis 2020 abbauen und beim Gehalt von Orchestermusikern und Chorsängern kürzen. Im Kabinett gab es zuvor auf Wunsch der CDU noch Änderungen. Auch für andere Theater seien ähnliche Hilfsmaßnahmen möglich, heißt es jetzt. Für alle Theaterstandorte im Land würden die gleichen Bedingungen gelten.

Schwerins Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow (Linke) zeigte sich erleichtert. Sie bedauerte aber zugleich die "schmerzhaften Einsparmaßnahmen". Die künstlerischen Auswirkungen seien noch gar nicht absehbar. Der Sprecher der Stadt Rostock, Ulrich Kunze, sagte, das Engagement des Landes dürfe nicht zulasten der anderen Regionen gehen.

 

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Disskutiert mit den Kulturschützern auf facebook:

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KulturschutzCamp März/April 2012